Was ist gutes Design?

Gutes Design

  1. ist inno­va­tiv
  2. macht ein Pro­dukt brauch­bar
  3. ist ästhe­tisch
  4. macht ein Pro­dukt ver­ständ­lich
  5. ist unauf­dring­lich
  6. ist ehr­lich
  7. ist lang­le­big
  8. ist kon­se­quent bis ins letz­te Detail
  9. ist umwelt­freund­lich
  10. ist so wenig Design wie mög­lich

Mit die­sen 10 The­sen hat 1993 im Rah­men einer Tagung Die­ter Rams (*1932), ein Indus­trie-Desi­gner der Moder­ne, sei­ne Design-Phi­lo­so­pie dar­ge­stellt. Sie wur­de welt­be­rühmt und ist immer noch gül­tig, auch wenn er selbst damals sag­te, dass Design sich in einer stän­di­gen Wei­ter­ent­wick­lung befin­det. Rams hat unter ande­rem als Indus­trie­de­si­gner Pro­duk­te des Braun-Kon­zerns, als Möbel­de­si­gner für die Fir­ma Otto Zapf gestal­tet und lehr­te als Pro­fes­sor für Indus­trie­de­sign an der Hoch­schu­le für bil­den­de Küns­te in Ham­burg. Sei­ne Prin­zi­pi­en und Arbei­ten hat­ten sogar Ste­ve Jobs und Jona­than Ive von Apple maß­geb­lich beein­flusst.

Die­se Grund­sät­ze sind auf Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­sign prak­tisch über­trag­bar, da es in eine Form gegos­sen bzw. mit ihrem Sinn und Zweck wie ein Pro­dukt behan­delt wer­den kann.

Gutes Webdesign

zeich­net sich durch Eigen­schaf­ten aus, die For­de­run­gen des Mar­ke­ting, der Ästhe­tik und Funk­tio­na­li­tät erfül­len:

  • Es bie­tet, aus­ge­rich­tet auf den jewei­li­gen Zweck einer Web­site (Visi­ten­kar­te, Online-Shop, Gaming-Site, Infor­ma­ti­ons­por­tal, etc.), die Funk­tio­nen und Inhal­te, die der Anwen­der erwar­tet – nicht mehr und nicht weni­ger. Das Ergeb­nis ist die soge­nann­te User Expe­ri­ence. Dazu gehört die soge­nann­te Usa­bi­li­ty, d. h. Benut­zer­freund­lich­keit.
  • Es erfüllt die Anfor­de­run­gen des Web­site­be­trei­bers hin­sicht­lich der Zieler­fül­lung, der dar­zu­stel­len­den Inhal­te. So muss eine Shop-Site bei­spiels­wei­se einen bestimm­ten Umsatz erwirt­schaf­ten.
  • Es darf nicht mit ande­ren Inter­es­sen kol­li­die­ren. So soll­te hin­sicht­lich Drit­ter, wie Wett­be­wer­ber und Öffent­lich­keit, kein Grund zur Anfech­tung bestehen. Bei­spiels­wei­se darf eine Web­site nicht die Mar­ken­rech­te Drit­ter ver­let­zen oder sit­ten­wid­ri­ge Inhal­te dar­stel­len
  • Es soll­te zum Print­de­sign pas­sen und dar­auf abge­stimmt sein.  So gibt es z. B. leuch­ten­de Far­ben, die am Bild­schirm schön aus­se­hen, aber im Off­set nicht dar­ge­stellt wer­den kön­nen, bzw. teil­wei­se nur durch Ver­wen­dung spe­zi­el­ler Papier­sor­ten oder auf­wen­di­ge­rer Druck­tech­nik an Leucht­kraft gewin­nen. Dies liegt übri­gens dar­an dass der im Druck ver­wen­de­te Farb­raum (CMYK) klei­ner als der Moni­torfarb­raum (RGB) ist.

Gutes Printdesign

weist prin­zi­pi­ell die glei­chen Prä­mis­sen auf:

  • Hier erge­ben sich – genau­so wie bei Online-Medi­en – aus­ge­rich­tet auf den jewei­li­gen Zweck (Visi­ten­kar­te, Kata­log, Zei­tung, etc.), Funk­tio­nen und Inhal­te, die der Anwen­der erwar­tet – aller­dings darf es mitt­ler­wei­le etwas mehr sein. Zum einen sind Tech­nik und Ästhe­tik bei Druckerzeug­nis­sen auch ver­bes­sert wor­den, zum ande­ren wer­den Print­pro­duk­te mitt­ler­wei­le teil­wei­se durch Online-Medi­en ersetzt und bedür­fen daher einer beson­de­ren Form um bestehen zu kön­nen. Mitt­ler­wei­le gibt es neue Papier­sor­ten, die beson­de­re Far­ben, erleb­nis­rei­che Hap­tik und neue Ver­ar­bei­tungs­qua­li­tät auf­wei­sen. Dies ermög­licht Krea­ti­ven neue Mög­lich­kei­ten. Bei­spiels­wei­se wur­de in den letz­ten Jah­ren das Let­ter­press-Ver­fah­ren wie­der gern ver­wen­det. Alte Druck­ma­schi­nen aus den Zei­ten des Hoch­drucks fin­den bei Krea­ti­ven gro­ßen Anklang und für exqui­si­te Anläs­se eine neue Ver­wen­dung.
  • Es erfüllt genau­so wie ande­re Medi­en die Anfor­de­run­gen des Ver­lags bzw. Absen­ders hin­sicht­lich der Zieler­fül­lung der dar­zu­stel­len­den Inhal­te. So muss ein Print-Kata­log bei­spiels­wei­se einen bestimm­ten Umsatz erwirt­schaf­ten. Und es darf genau­so­we­nig wie bei Online-Medi­en mit ande­ren Inter­es­sen kol­li­die­ren.
  • Es soll­te zum Web­de­sign pas­sen und farb­lich dar­auf abge­stimmt sein.

Web­links: Designwissen.net, Wiki­pe­dia, Vit­soe, Bewertet.deCUBI (UX)