Avantgarde

Der Aus­druck Avant­gar­de stammt aus der fran­zö­si­sche Mili­tär­spra­che des 19. Jahr­hun­derts und bezeich­ne­te die Vor­hut, also die­je­ni­gen Trup­pen­tei­le, die als ers­te Feind­kon­takt hat­ten. Die­se Meta­pher wur­de vor allem in Poli­tik und Kunst für Per­so­nen, Wer­ke oder Bewe­gun­gen ver­wen­det, die beson­ders radi­kal, pro­vo­ka­tiv, inno­va­tiv, fort­schritt­lich und selbst­re­fle­xiv waren.

Zum Ende des 20. Jahr­hun­dert wäh­rend der Post­mo­der­ne stand der Begriff in der Kri­tik, da man an die Stel­le einer als auto­ri­tär emp­fun­de­nen Ein­tei­lung in Avant­gar­de und “Main­stream” ein plu­ra­lis­ti­sches und tole­ran­tes Neben­ein­an­der set­zen woll­te. Für das Design spie­len vor­al­lem die Strö­mun­gen in der Bil­den­den Kunst, Musik, Dar­stel­len­den Kunst und Film eine Rol­le. Als ers­te wich­ti­ge Bewe­gun­gen sind die Rus­si­sche Avant­gar­de und der ita­lie­ni­sche Futu­ris­mus zu sehen, aber auch z. B. der Kubis­mus, Kon­struk­ti­vis­mus, Supre­ma­tis­mus, Dada­is­mus, Sur­rea­lis­mus, Struk­tu­ra­lis­mus, Pop Art, Hap­pe­ning, Flu­xus, Kon­zept­kunst oder der Wie­ner Aktio­nis­mus (Lis­te von Avant­gar­de-Kunst­be­we­gun­gen).

Die neu­en weg­wei­sen­den Bewe­gun­gen ste­hen im Gegen­satz zu neu­en Trends, Avant­gar­dis­ten im Gegen­satz zu Trend­set­tern, da Avant­gar­de als etwas län­ger­fris­ti­ges, aber vor­al­lem inno­va­ti­ver, bewusst krea­tiv und theo­re­tisch begrün­det ange­se­hen wird. Für die Kunst der Gegen­wart hat sich seit dem Ende des 2. Welt­kriegs der Begriff der “Zeit­ge­nös­si­schen Kunst” eta­bliert. Im Film ent­stand das Syn­onym Expe­ri­men­tal­film, der eben­falls neue Pfa­de betritt.

Web­links: Wiki­pe­dia.

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